General Anzeiger
13.12.02


Sterntaler will der Jugend noch viele Wünsche erfüllen JUGENDZENTRUM Bill Mockridge weihte mit Kindern die Küche der neuen Einrichtung ein. Telefon fehlt noch Von Andrea Giesbrecht-Schmitz

AUERBERG.
-"Wo haben wir denn den Handmixer?"
-"Oben rechts im Schrank, im Karton."
-"Hat der auch Knethaken?"
-"Klar hat der Knethaken",
kommt die prompte Antwort vom Herrn über diesen gut sortierten "Haushalt".
Hagen Eichhorn kennt sich aus in seiner Küche, die genau so neu ist wie das Jugendzentrum Auerberg an der Stockholmer Straße, das er betreut. Die Küchenzeile in hellem Holz, inklusive Elektrogeräten, im Wert von gut 7 000 Euro war das Eröffnungs-Geschenk des Vereins Sterntaler.
Nun weihten Vorsitzende Doris Meyer und Schirmherr Bill Mockridge das gute Stück offiziell ein - sie backten Weihnachtsplätzchen mit den jungen Besuchern des Zentrums. Zur Seite standen ihnen dabei neben dem Hausherrn Hagen Eichhorn auch die Mitarbeiter der mobilen Jugendarbeit im Stadtteil, Katja Bäther, Götz Bischoff und Michael Budde von Elf/7 sowie Peter Bröxkes und Stefanie Sievers von Speedy. Da wurde geknetet, gerollt, ausgestochen und durch den Wolf gedreht. Schließlich war Bill Mockridge mehlgepudert, Blech um Blech voller süßem Gebäck wanderte in den Backofen und es duftete verlockend rund um die beiden Jugendtreff-Container.

Mit der Anschaffung der Küche löst Sterntaler den ersten Teil des Versprechens ein, sich an der Ausstattung des Jugendzentrums zu beteiligen. 10 000 Euro hat die Mitgliederversammlung des Sozialsponsoring-Vereins dafür zur Verfügung gestellt. Denselben Betrag legte Frank Asbeck, Chef der Firma Solar World, drauf. "Über diese Spende haben wir uns riesig gefreut", sagte Doris Meyer. Asbeck will auch noch eine Solaranlage stiften.

Mit den verbleibenden etwa 13 000 Euro möchte Sterntaler unter anderem einen Billardtisch, eine Sitzecke, Regale, Spiele und eine Skater-Rampe anschaffen, so Meyer - alles Wünsche, die die Jugendtreff-Besucher äußerten. Die Auerberger Kinder und Jugendlichen hätten das Zentrum vom ersten Tag an gut angenommen, berichten die Betreuer der Jugendmobile und der Jugendzentrum-Leiter unisono. "Die Öffnungszeiten an sechs Tagen in der Woche sind ja auch einmalig in Bonn", sagt Peter Bröxkes vom Verein Kleiner Muck, dem Träger von Speedy. Möglich wird das, weil sich freie Träger und Stadt mit ihren Angeboten ergänzen: Montags, mittwochs und freitags, von 15 bis 20 Uhr, machen die Leute von Elf/7 Station am Jugendtreff. Dienstags, donnerstags freitags und samstags zur gleichen Zeit sind es die Speedy-Betreuer.
Montags, dienstags und mittwochs ist zudem Hagen Eichhorn bis 22 Uhr an Ort und Stelle. Der Pädagoge, der an zwei Werktagen im Ippendorfer Jugendzentrum arbeitet, ist mit der Anlaufphase in der neuen Auerberger Einrichtung recht zufrieden. Freilich fehlt noch manches in den beiden Containern - dringend nötig ist etwa ein Telefon. In den fünf Wochen seit der Eröffnung konnte die Telekom die Leitung aber nicht freischalten. In den Weihnachtsferien bleibt der Jugendtreff geschlossen.

   

 

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