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General-Anzeiger
23.01.09
Der Rheinländer sagt nicht "dumm", sondern "struhdoof"
Narrenspiegel: Lustige Bucheckern lernen in der Schule "Kayjass Nummero null" Aktion zu Gunsten von Sterntaler Bonn e.V., "Kinder brauchen eine warme Mahlzeit"
Pünktlich zum Einläuten der neuen Session haben sich wieder die Pforten der Schule in der "Kayjass Nummero null" geöffnet. Das ist der Titel des alten Karneval-Hits von 1938 der Kölschen Straßengruppe Drei Laachduve über den berühmten Kölner Pädagogen Heinrich Welsch. Nun schon im dritten Jahr zeigten die Damen der Lustigen Sucheckern mit Marlies Stockhorst als Lehrerin Frau Welsch bei ihrem Theaterstück in Form einer karnevalistischen Schulstunde im Rheinischen Landes Museum ihre schauspielerischen Qualitäten.
"Nä, nä, dat wesse mer nit mih", singen die Lustigen Bucheckern:
Wer in der Schule in der Kaygasse bei Lehrer Welsch gelernt hat, ist
zumindest aufs Leben auf kölsche Art vorbereitet. FOTO : Frommann
Gelernt wurde, was der Lehrplan hergab. Zum Beispiel, wie man die Geschichte der Heiligen Drei Könige auf feinstem Bönnscheu Platt erzählt oder, dass der echte Rheinländer nicht "dumm", sondern "struhdoof" sagt. Auch fragte Lehrerin Welsch so manches Detail aus der Geschichte des Karnevals ab. Da die braven Pennäler ihre Hausaufgaben gemacht hatten, wussten sie alle Fragen ihrer Lehrerin zu beantworten. Der Schuldirektor höchstpersönlich, gespielt vom Kabarettisten Wolfgang Jaegers, war für den Musikunterricht zuständig . Mit seiner Quetschkommode brachte er zahlreiche kölsche Karnevalsklassiker zum Besten. Klar, dass bei Evergreens wie "Echte Fründe", "Wer soll das bezahlen" oder "Dat Wasser von Kölle" auch das Publikum lautstark mitsang. Meu
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