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General Anzeiger
2.3.02
Neue Anlaufstelle für die Buschdorfer
Jugend
ANGEBOT Gemeinschaftswerk eröffnet
ein Jugendbüro in der Friedlandstraße. Vereine vor Ort
für Kooperationen gesucht. Beratung und Theater stehen vorerst
auf dem Programm Von Benjamin OËDaniel
BUSCHDORF. Auf ein eigenes Jugendbüro kann sich nun die Buschdorfer
Jugend freuen: Maggie Lützenkirchen, Leiterin des Jugendgemeinschaftswerks
(JGW), eröffnete zusammen mit Harry Wolf, Geschäftsführer
der Heimstatt e. V. Bonn, Träger des JGW, die Räume in
der Friedlandstraße 76. "Auch hier in Buschdorf wohnen
viele verschiedene Kulturen zusammen. Deswegen soll unser Jugendbüro
eine interkulturelle Schnittstelle sein", sagt die Leiterin
des JGW, das sich als Integrationsfachstelle für junge Zuwanderer
einsetzt. Berufs- und Zukunftsberatungen, Jugendtheater und Gesprächskreise
sind vorerst geplant.
Auf weitere Veranstaltungen möchte sich Lützenkirchen
nicht festlegen: "Wir hören uns erst einmal um, was die
Jugendlichen möchten", sagt die Leiterin des JGW. Finanziert
wird das Jugendbüro von mehreren Seiten: Die Vebowag stellt
die Räume mietfrei zur Verfügung, die Betriebskosten übernimmt
das Amt für Kinder, Jugend und Familie. Unterstützung
bekam das JGW auch vom Sozialsponsoring-Verein Sterntaler: Mit einer
4000 Mark-Spende wurden ein Computer sowie Lern- und Sprachsoftware
gekauft. Bisher ist das Büro jedoch nur einmal in der Woche
geöffnet. "Alleine können wir es nicht schaffen,
denn für eine eigene Stelle reichen die finanziellen Mittel
nicht", sagt Lützenkirchen. "Wir suchen deswegen
Vereine aus dem Ort als Kooperationspartner.
So kann das Jugendbüro ebenfalls eine Schnittstelle zwischen
den Vereinen und den Jugendlichen werden", sagt sie. Ortsfestausschuss-Vorsitzender
Klaus Kraus ist ebenfalls vor Ort: "Wir freuen uns sehr über
eine solche Einrichtung und werden helfen wo wir können",
sagt er. Zur nächsten Jahreshauptversammlung des Ortsfestausschusses
sind Lützenkirchen und Wolf schon eingeladen, um sich und ihr
Buschdorfer Projekt vorzustellen. Ein Jugendzentrum sind die Räume
jedoch nicht: "Für einen ständigen Jugendtreffpunkt
sind die Räume nicht geeignet, denn sie liegen mitten in einer
Wohnanlage", sagt Hans-Peter Friedrichs, Jugendpfleger und
Koordinator vom Amt für Kinder, Jugend und Familie. Er freut
sich ebenfalls über das neue Jugendbüro, dessen Eröffnung
er entscheidend mit vorangetrieben hat: "Als die Wohnräume
frei wurden, haben wir uns sofort zusammengesetzt. Seit Jahren bemühen
wir uns um eine Anlaufstelle, nun haben wir es endlich geschafft."
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