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General Anzeiger
2.8.01
Neue Sponsoren lassen noch auf sich warten
STERNTALER Verein ist seit sechs
Monaten in der ganzen Stadt tätig und inzwischen auch Thema
einer Diplomarbeit. Viele zusätzliche Projekte im Bonner Norden
und auf dem Brüser Berg Von Wenke Böhm
Alle Hände voll zu tun haben die Mitglieder von "Sterntaler",
seit der Verein für Sozialsponsoring vor rund einem halben
Jahre sein Engagement auf ganz Bonn erweitert hat. "Man kann
sagen, wir haben nach Endenich und Dransdorf nun auch in den Ortsteilen
Auerberg, Nordstadt, Tannenbusch und Brüser Berg Fuß
gefasst", so ein erstes Fazit der Vereinsvorsitzenden Doris
Meyer. So sind zahlreiche neue Projekte angelaufen.
Einzig das Echo von Sponsoren könne noch größer
sein. Die Liste der Projekte von Sterntaler ist lang. 13 beinhaltet
sie mittlerweile, darunter sind viele neue Projekte. So hat der
Verein Essensgutscheine im Wert von mehr als 15 000 Mark an zehn
Einrichtungen in Endenich, Dransdorf, Tannenbusch, Dransdorf und
Auerberg verteilt und damit, so Meyer, "große Freude
ausgelöst". Ein Spende von Mitarbeitern der Bank 24 machte
es möglich. Ferner unterstützt der Verein die Silentien
(Hausaufgabenbetreuung) der Marienschule sowie die Lernförderung
des Diakonischen Werkes in Tannenbusch und auf dem Brüser Berg
sowie nach wie vor an der Kolpingstraße.
Eventuell wird dieses Angebot noch auf Auerberg ausgedehnt. Neu
ist auch die Lese-Lernhilfe, die Sterntaler und Diakonie nach den
Sommerferien auf dem Brüser Berg anbieten wollen. Eine vom
Sozialsponsoring-Verein finanzierte Mitarbeiterin soll die Kinder
ein- bis zweimal pro Woche unterrichten. Kostenpunkt: rund 14 000
Mark. "Lesen ist wichtig, doch manchmal fehlt einfach die häusliche
Betreuung", weiß Meyer.
Hinzu kommen Ferienfreizeiten, Ausflüge, Zuschüsse zu
Klassenfahrten sowie ein Malprojekt in St. Cassius. Außerdem
soll die Lukaskirchengemeinde in Auerberg bei ihrer Jugendarbeit
finanziell unterstützt werden, und der Verein spart Geld für
die Ausstattung einer Jugendfreizeitstätte in Auerberg an.
"In dem Stadtteil muss dringend etwas geschehen. Da ist
nichts", so Meyer.Von selbst haben sich die neuen Projekte
nicht ergeben. Weil der Kontakt zu den Einrichtungen der neuen Ortsteile
zunächst etwas schleppend angelaufen ist, haben die Mitglieder
von Sterntaler zahlreiche Gespräche geführt, unter anderem
mit den Ortsausschüssen.
Schließlich war es wichtig herauszufinden, wo das Geld dringend
gebraucht wird und sinnvoll eingesetzt werden kann. Damit der Kontakt
auch in Zukunft nicht abreißt, gibt es für jeden Ortsteil
einen festen Ansprechpartner - neben Gründungsmitgliedern auch
einige neue, ehrenamtliche Helfer. Dass die Liste der Sponsoren
nicht genauso schnell wächst wie die der Projekte, bereitet
den Organisatoren von Sterntaler noch keine Sorgen. "Die Erfahrung
aus Endenich und Dransdorf hat gezeigt, dass es seine Zeit braucht",
sagt Meyer.
Zum einen müsse Sterntaler sich in den neuen Ortsteilen erstmal
einen Namen machen, zum anderen würden viele Sponsoren lieber
konkrete Projekte unterstützen. Meyer: "Jetzt, wo wir
in Tannenbusch, Auerberg, Brüser Berg und der Nordstadt aktiv
werden, werden sich sicher auch Sponsoren aus diesen Stadtteilen
bei uns melden."
Für die Zukunft hat Sterntaler ebenfalls einiges vor. So ist
ein Internetauftritt in Vorbereitung, den die "Comma Soft AG"
kostenlos für den Verein erstellt. "Wir sind dafür
sehr dankbar, denn es kann uns helfen, noch bekannter zu werden.
Und da steckt eine ganze Menge Arbeit drin." Gespannt sind
die Vorsitzende Doris Meyer und Sterntaler-Mitglied Martina Horlitz
auf das Ergebnis einer Diplomarbeit über ihren Verein. Ein
Student untersucht darin, ob und wie sich durch Sozialsponsoring
die Organisationsstruktur einer Einrichtung verändert - zum
Beispiel, weil sie bekannter und ihr Angebot größer wird.
"Das ist für uns sehr interessant. Ich hoffe, die Arbeit
ist gegen Ende des Jahres zur Veröffentlichung frei",
so Horlitz. Wer mehr über Sterntaler wissen oder den Verein
unterstützen möchte, kann
sich an Doris Meyer, 0228/98 92
750, wenden.
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