General Anzeiger
1.10.01

Sieg für Nonnenwerth beim Schultheater-Wettbewerb
AUSZEICHNUNG Schüler beeindruckten mit Stück gegen Gewalt. Spende für sozial schwache Kinder

REMAGEN-NONNENWERTH. Einen großen Erfolg verbuchte die Theater-AG des Privaten Gymnasiums der Franziskanerinnen auf der Insel Nonnenwerth für sich: Beim neunten Schultheater-Wettbewerb 2000/2001 der Jungen Theatergemeinde Bonn, errangen die Acht- bis Zehntklässler mit ihrer Aufführung des Stücks "Der gelbe Vogel" von Myron Levoy den ersten Preis in der Kategorie Sekundarstufe I.

Die Nonnenwerther unter Spielleiterin Dorothea Müller konkurrierten mit 36 Schulen aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis, und die Jury stellte fest: "Die Theatergruppe zeigte eine sehr sorgfältig durchdachte Aufführung mit viel Gespür für Nuancen und emotionale Entfaltungsmöglichkeiten, der die Zuschauer bis zum Schluss gespannt folgten". Ergreifend hätten die Jugendlichen die subtile Entwicklung einer Freundschaft und deren Scheitern auf Grund des leidvollen zeitgeschichtlichen Geschehens gespielt.
Dabei geht es um Naomi, die zwölfjährige Tochter eines jüdischen Widerstandskämpfers, die 1944 in New York lebt, nachdem sie in Paris die Ermordung ihres Vaters durch die Gestapo miterleben musste. Sehr sensibel und präzise in Sprache, Mimik und Gestik hätten dabei besonders Isabella Dauth, Viktoria Wenz und Max Michel auf der Bühne agiert, heißt es in der Würdigung der Jury.
In weiteren Rollen spielten Katharina Henn, Markus Drexel, Charlotte Rommerskirchen, Eva Klemm, Jens Mauer, Konrad Rommerskirchen, Lisa Steinhauer und Elisa Nitzsche. Für die passende Beleuchtung sorgten Johannes Knops, Philipp Hillebrand und Tim Schmidtke.

Neben der Leistung aller Mitwirkenden stellte die Jury die Leistung von Thomas Giesen heraus, der die Szenen musikalisch überzeugend, flexibel und äußerst einfühlsam begleitet habe und Szenenpausen gekonnt überbrückte. Absolute Ruhe herrschte bei der Preisverleihung im Jungen Theater in Bonn-Beuel als die Theater-AG nach dem lautstarken Jubel der Gruppe über den ersten Platz vor vollbesetztem Haus noch einmal eine Szene präsentierte. Das Preisgeld von 300 Mark behielten die Schüler im Übrigen nicht für sich, sondern übergaben es am letzten Schultag vor den Herbstferien an den Verein "Sterntaler", der Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien unterstützt und damit das gleiche Ziel wie die Schüler mit ihrem Stück verfolgt: Ein Zeichen gegen Gewalt zu setzen respektive sie gar nicht erst entstehen zu lassen.
Als Schirmherr von "Sterntaler" war der Bonner Schauspieler und "Springmaus"-Kabarettist Bill Mockridge eigens auf die Insel gekommen, um die Spende von den Nachwuchsdarstellern entgegenzunehmen. Geknüpft hatte den Kontakt Helga Hintzen, Schatzmeisterin des Vereins und Lehrerin auf Nonnenwerth. sim

   

 

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