General-Anzeiger
20.07.09

Kinder schnitzen einen Totempfahl

Der Stadtteilverein Dransdorf führt seine erste Ferienspielaktion durch

Von Frank Auffenberg
Dransdorf.


Schlaff liegen zwei ausgebreitete anaufgeblasene Hüpfburgen auf der Wiese neben dem Sportplatz des TuS Dransdorf. Kinder laufen in freudiger Erwartung um die schlafenden Spielgeräte herum. "Ihr müsst euch noch einige Augenblicke gedulden. Bevor wir die Burgen aufblasen, treffen wir uns erst mal zur kleinen Begrüßung und einem ersten Spiel", ruft Georg Höcketstaller von der Kölner Spielewerktstatt die kleinen Gäste der ersten Dransdorfer Ferienspieleaktion zusammen.

Initiert vom Stadtteilverein Dransdorf waren eine Woche lang Kinder von sechs bis zwölf Jahren zum Ferienprogramm geladen. "Das Projekt ist ein voller Erfolg", freut sich Quartiersmanager Christian Baack. Durchschnittlich seien täglich rund 100 Kinder auf dem Gelände gewesen.

Unterstützt wurde der Stadtteilverein bei der Realisierung vom Kinderschutzbund, den Stadtwerken Bonn, der Kölner Spielewerkstatt, der Hochschulgruppe Geografie der Uni Bonn, dem Wissenschaftsladen, dem Sozialraumteam sowie dem TuS Dransdorf. Finanziell unterstützte unter anderem der Verein Sterntaler Bonn das Projekt. "Es ist das erste Mal, dass eine Ferienaktion dieser Größe als Kooperationsarbeit angeboten wird. Es fiel einfach auf, dass Kinder gerade aus der benachbarten Lenaustraße nur selten an anderen Ferienaktionen wie die in der Rheinaue teilnehmen. Es fehlte an einem offenen Angebot vor Ort", so Baack.

Wichtig sei den Veranstaltern gewesen, die Aktion im öffentlichen Raum durchzuführen, damit niemand Berührungsängste hat. Das Konzept ging auf.

Besuchten in den ersten Tagen noch vornehmlich nur Kinder das Projekt, schlossen sich nach und nach immer mehr Erwachsene an. "Während die Kinder spielten, füllten sich die Hänge rund um die Wiese Tag für Tag mit mehr Eltern", stellt Baackzufrieden fest.

Während die Erwachsenen die Sonne genossen, amüsierten sich ihre Pänz bei Bastalaktionen und Fußballspielen. Besonders gut sei bei dem warmen Wetter die aus einer Lkw-Plane gebastelte Wasserrutsche angekommen, so Baack.

Kreativ lebten sich die Kinder beim Totempfahlbauen mit dem Holzkünstler Michel Rinke aus. Zwei große Eichenstämme wurden in der Woche in farbige Kunstwerke verwandelt. Sie sollen demnächst auf dem Gelände fest installiert werden.



Sarah zeigt den Kinder, wie man einen Totempfahl zimmert. Das fertige Kunstwerk wird zum Abschluss der Ferienaktion von allen Gästen bewundert.
  FOTO: Roland Kohls


   

 

 

 

 

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